16.04.2019

Pünktlich 9.00 Uhr klingelte es bei uns an der Tür. Die Firma M.U.P. aus Schwerin wurde vorstellig. Der Termin wurde kurzfristig abgesprochen nachdem wir immer wieder nachgehakt hatten. Da das Rohrsystem vor Kurzem fertiggestellt wurde konnte heute der nächste Schritt zum Anschluss des Hauses an ein Telekommunikationsnetz vollzogen werden. Wir hatten bereits im Zuge des Anschlusses des Hauses an Wasser und Strom ein Leerrohr für die Glasfaser bis an den Straßenrand legen lassen und dieses wurde heute an eben dieses Leitungsnetz in der Straße angeschlossen. Dafür wurde die Straße einmal komplett aufgemacht, die für uns vorgesehenen Leitungen freigelegt und mittels spezieller Übergänge angeschlossen. Nach gut einer Stunde war das Loch wieder zu und wir einen Schritt näher an einem Telefonanschluss.

 

Außerdem haben wir einen geeichten Außenwasserhahn an den Außenwasseranschluss angebracht. Diesen kann man ganz einfach im Baumarkt käuflich erwerben. Gleichzeitig haben wir uns diesen Anschluss im zuständigen Amt gegen eine Gebühr genehmigen lassen. Einzige Auflage ist die selbständige Ablesung und Meldung an das Amt zu einem bestimmten Stichtag. Warum machen wir das? Ganz einfach – Abwasser ist nicht zwingend das günstigste Wasser und berechnet sich mengenmäßig nach dem gezapften Frischwasser. Da Abwasser allerdings nur Wasser sein kann welches in den Abwasserkanal gelangt gibt es eben diese Möglichkeit einer zweiten Wasseruhr. Das Frischwasser, welches wir über den Außenwasseranschluss abzapfen, ist für die Bewässerung des Gartens gedacht und versickert im Boden, muss nicht geklärt und / oder aufbereitet werden und ist somit auch nicht als Abwasser zu berechnen.

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13.04.2019

Heute wurde es wieder actionreichen auf dem Grundstück. Zunächst kam ein LKW und hat in mehreren Touren die bestellte Muttererde abgeworfen. Wir haben am Ende gut 30m³ Erde benötigt um ca. 10cm aufzubauen. Die Erde wurde sofort mit einem kleinen Radlader grob über das gesamte Grundstück verteilt.

 

Mit Hilfe von Schnüren und Messgeräten wurde die Erde danach auf eine zuvor bestimmte Höhe gebracht und am Ende mit einer Walze verdichtet und begradigt. Dieses geschah systematisch in kleineren Abschnitten, was die Messungen vereinfachte und die Arbeit erleichterte.

 

Im Anschluss wurde die von uns ausgewählte Rasensaat aufgebracht und eingeharkt. Wir haben uns für einen Rasenmischung der Firma KAS aus Stralsund entschieden. Es handelt sich dabei um einen Sport- und Spielrasen. Dieser ist durch die besonders strapazierfähigen Einzelgräser sehr robust, außerordentlich trittfest und pflegeleicht. Der robuste Strapazierrasen stellt grundsätzlich geringe Bodenansprüche und bildet eine schöne dichte Grasnarbe auf Spiel- und Liegewiesen. Bei der Einsaat sollte die Bodentemperatur mindestens 10°C betragen und auch bis zur Keimung nicht unterschreiten. Die verschiedenen Gräser in dieser Mischung haben eine unterschiedliche Keimdauer von 7-21 Tagen. Über diesen Zeitraum muss die Fläche kontinuierlich feucht gehalten und vor Frost geschützt werden.Trocknet der keimende Samen aus, wird die Keimung unterbrochen und der Keimling stirbt ab. Für uns heißt das nun tägliches Wässern, wenn uns die Natur in Form von Regen dabei nicht unterstützt und dem Rasen beim wachsen zusehen 😀.

 

Ganz nebenbei wurde noch unsere kleine Terrasse verfugt und der Revisionsschacht an der Vorderseite des Grundstücks an die Höhe angepasst. Das Tagesergebnis gefällt uns sehr gut.

12.04.2019

Heute  haben wir die begradigte Erde mit einer Maulwurfsperre versehen. Dazu haben wir ein extrem reißfestes, UV stabilisiertes, aus widerstandsfähigem Polypropylen bestehendes Maulwurf-Schutznetz mit einem Gewebegewicht ca. 42 – 50 g/m² verwandt. Die Maschengröße von 13mm x 13mm soll dem Maulwurf keine Chance geben seine Hügel im Garten zu hinterlassen. Bei der Neuanlage eines Rasens wird das Netz vor dem Aussäen in einer Tiefe von ca. 10cm im Erdreich verlegt. Die Gänge eines Maulwurfbaus befinden sich in der Regel 40cm bis 80cm unter der Erdoberfläche. In den Wintermonaten können die Gänge sogar bis zu 100cm tief liegen. Unsere Hoffnung ist mit dieser Maßnahme den Maulwurf am Bau eines Gangsystems durch das Netz zu hindern und ihn damit dazu zu bringen dauerhaft die geschützte Gartenfläche zu verlassen. Die Maulwurfsperre haben wir mit UV beständigen, mit Kunststoff-Widerhaken versehenen verrottungsfesten Erdankern befestigt. Diese haben eine Länge von ca. 12,5cm und einen Kopfdurchmesser von ca. 3,8cm. Mittels eines Hammers wurden diese systematisch in kurzen Abständen durch die Maschen der Maulwurfsperre in den Boden eingearbeitet. Besonders bei den Überlappungen der einzelnen Bahnen mussten wir sauber arbeiten und die Spannung der Sperre erhalten. Es gibt grundsätzlich viele Möglichkeiten der Maulwurfsperre wie z.B. auch Platten oder Draht. Jeder Landschaftsbauer hat seine eigene Philosophie und am Ende ist es sicher auch der Preis der entscheidet. Von 100€ bis 2.500€ für ca. 400m² haben wir tatsächlich alles gesehen.

06.04.2019

Unsere Außenanlagen wurden heute weiter vorbereitet und teilweise fertiggestellt. Kurz vor der Finalisierung der Baupläne haben wir uns damals entschlossen im Bereich der Küche eine zusätzliche Terrassentür einzubauen. Diese sollte uns die Option auf eine kleine Terrasse für ein mögliches Frühstück im Freien unter der aufgehenden Sonne offen halten. Wir haben uns dazu entschieden diese Option zu ziehen und heute wurde sie umgesetzt. Für ein Tisch und zwei Stühle reicht die Terrasse aus und wird von uns liebevoll „Babyterrasse“ genannt. Der Grund dafür ist, dass sie eine exakte Kopie unserer großen Terrasse ist nur halt viel kleiner. Genau wie die Hauptterrasse wurde auch diese Terrasse in Trasszement gelegt und wird in einigen Tagen, nach der Trocknung, fertig verfugt.

 

Gleichzeitig wurde die Erde auf dem kompletten Grundstück begradigt und in der Höhe vorbereitet, um in Kürze die frische Muttererde kommen zu lassen und den Rasen zu säen. Unsere vorhandene Erde können wir dafür nicht nutzen, da diese keine ausreichenden Nährstoffe bietet. Mittels Lasergeräten wurde die perfekte Höhe auf dem gesamten Grundstück ausgelotet.

23.03.2019

Wir haben heute mal Kreide in die Hand genommen und unsere Auffahrt bemalt. Schaut ein wenig aus wie „4 gewinnt“ oder „Tic Tac Toe“ (das Spiel, nicht die ehemalige Musikgruppe) hat aber einzig die Bewandtnis die Steine zu markieren, die gedreht bzw. ausgetauscht werden müssen. Die Schräge der Auffahrt in Verbindung mit der Nutzung der Rüttelmaschine hatte einige unserer Pflasterklinker mit Bruchstellen versehen. Dies wird unser Tiefbauer nun noch einmal nacharbeiten. Ein ganz normaler Vorgang, da die Steine bei dieser konzentrierten Krafteinwirkung schon etwas empfindlich sind. Das Drehen oder Austauschen der Steine ist nicht weiter aufwendig, sagen die Profis. Danach wird die Fuge wieder neu eingesandet um eine ausreichende Stabilität und einen festen Verbund zu erreichen.

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14.03.2019

Heute wurde auf der Straße unweit unseres Hauses ein Loch gegraben. Klingt erstmal unspektakulär, hat aber tatsächlich mit uns zu tun. Für das gesamte Baugebiet legt die Telekom nun endlich die Infrastruktur für den Anschluss an das Telefonnetz. Es werden dabei kleine Leerrohre in ein vorhandenes Rohrsystem unter der Straße eingeführt. Die Firma KFM aus Schwentinental bei Kiel hat dafür den Auftrag von der Telekom erhalten. In „Kürze“ sollen nun die ersten Häuser an das Netz angebunden werden.

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28.02.2019

Die erste Heizperiode ist vorbei, das Haus hatte die Chance sich weiter zu setzen und zu trocknen. Dies ist aus unserer und der Sicht unseres Bauträgers Generalbau Peters auch ausreichend erfolgt, sodass nun die Fußbodenleisten (auch Sockelleisten genannt) angebracht werden konnten. Im Wesentlichen haben Fußbodenleisten die Aufgabe, bei den schwimmenden Belägen die unvermeidliche Dehnungsfuge zu verdecken und die Möbel auf „Respektabstand“ zur Wand zu halten, damit diese dort nicht ihre Spuren hinterlassen. Alle Räume, die wir mit Fliesen versehen haben hatten bereits vom Fliesenleger ihre Sockelleiste erhalten. In alle anderen Räume, die wir mit einer Designplanke ausgelegt haben, wurden nun solche Fußbodenleisten angebracht.

Bei den Leisten hatten wir die Wahl zwischen Vollholz und MDF (mitteldichte Faserplatten), die entweder foliert oder lackiert sind. Zwar sind die folierten MDF-Leisten ein wenig unempfindlicher gegen Feuchte als die massiven Brüder, nehmen aber mechanische Einwirkungen wie Stöße und Kratzer so übel, dass sie sich einfach nicht reparieren lassen. Ein kleiner Nachteil von MDF ist die Tatsache, dass es nicht so gut zu nageln sind wie Vollholz. Ein Vorteil hingegen ist der günstige Preis. Wir haben uns am Ende für lackierte Massivholzleisten entschieden. Der Grund war neben der geringeren Anfälligkeit für Kratzer auch der aus unserer Sicht etwas hochwertigere Eindruck durch das natürlichere Aussehen.

Das Anbringen der Leisten ist auf mehreren Wegen möglich. Entscheidet man sich dafür die Leisten zu schrauben muss man die Löcher ansenken, damit die Schraubenköpfe später nicht überstehen. Außerdem sollte man auf einen gleichmäßigen Abstand achten, denn die Schrauben bleiben später, ob mit oder ohne Abdeckkappen, gut sichtbar. Sollen die Leisten hingegen genagelt werden, sollten Stauchkopfnägel verwendet werden, die mit einem Körner leicht im Holz versenkt werden können. Die klitzekleinen Löcher sind später nur noch schlecht zu sehen. Die dritte Variante ist das Ankleben der Leisten, wofür man einen geeigneten Montagekleber nutzt. Bei uns wurde eine Mischung aus Kleben und Nageln angewandt.

Bleiben noch die Designfrage und die Maße. Hamburger Profil, Berliner Profil, Rund, Eckig etc. Wir hatten genug Auswahl und haben uns am Ende für eine schlichte eckige Variante entschieden. Da wir auch den Rest im Haus relativ schlicht, modern und zeitlos gehalten haben musste unsere Entscheidung zwangsläufig so ausfallen. Bei den Maßen haben wir auf ein paar Kleinigkeiten geachtet. Zunächst einmal sollte die Höhe der Sockelleiste ungefähr wie die Breite der Türzarge ausfallen und auch die Stärke sollte maximal der der Türzarge entsprechen. 58mm hohe und 16mm starke deckend weiß lackierte Fußbodenleisten aus Esche (SO1658FN6EW) zieren nunmehr unser Haus.

 

Nachdem das benötigte Material, sowie alle Geräte im Haus waren machten sich die Handwerker direkt an die Arbeit. Zunächst wurden alle Leisten zurecht geschnitten. Alle Fußbodenleisten an den zu überbrückenden Ecken und auch die Übergänge auf den langen Geraden bekamen eine 45°-Gehrung. Damit wurde eine saubere Verbindung geschaffen.

Als das komplette Haus mit Fußbodenleisten ausgelegt war wurde mit dem Kleben begonnen. Mit einer Döllken-Heißklebepistole HKP 220 wurde der passende Döllken-Heißschmelzkleber HKS 18/300 auf die Fußbodenleisten aufgetragen. Danach wurden die Leisten fest an die Wand gedrückt und fixiert. Innerhalb kürzester Zeit härtete der Kleber aus und stellte eine feste Verbindung her.

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Einige wenige Leisten wurden zusätzlich noch angenagelt. Da haben die Handwerker ihre Erfahrung genutzt und dies nicht nach einem vorgegebenen Schema gemacht. Mit einem Prebena Druckluftnagler 2p‑j/es40combi wurden die Stauchkopfnägel (Brads) in die Wand geschossen. Die benötigte Druckluft kam aus einem Pattfield – Ergo Tools – Kompressor.

 

Die Arbeiten wurden schnell und sauber durchgeführt. Im Anschluss wurden die Nagelstellen noch mit Acryl versehen, damit diese quasi unsichtbar sind. Unter den bodentiefen Fenstern hatten wir die Wahl zwischen einem Viertelstab (einer kleinen Holzleiste) oder einem zum Boden passenden Silikon. Wir haben uns für die Variante mit dem Silikon entschieden. Dies hatte keinen bestimmten Grund, sondern war ein Bauchgefühl.

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Verlassen wurde unser Haus in einem sehr sauberen Zustand. Während der Sägearbeiten wurde sowieso schon permanent ein Absauggerät mitlaufen gelassen und auch nach Fertigstellung wurde nochmals eine Reinigung durchgeführt. Wie schon beim Fußboden selbst, so wurde auch jetzt sehr gute und saubere Arbeit verrichtet.